Armes Freiburg

Armes Freiburg: 51,5% in „atypischer“ Beschäftigung!
(rdl, Sonntag, 15. Februar 2015)
Genauer: nicht weniger als 73.429 der 143.400 Beschäftigungsverhältnissen im Jahresschnitt 2013 sind in der Terminnologie der Agentur für Arbeit „atypisch“! Also:1-€ Jobs, geringfügig 450€-Jobs, Teilzeit unter 19 Wochenstunden oder Leiharbeit. Die schillernd aufgeblasenen Seifenblasen des hochdotierten Verschuldungskrösus aus der Messe FWTM platzen an der bitteren Realität des südwestlichsten Kleinst-Dienstleistungs-„Metropöl“chen. Hier ist zwar alles so teuer wie in Stuttgart und München – beim Wohnen Platz 2 hinter München – aber gutes Einkommen fehlt ! Plenty.
Die Zunahme der Beschäftigungsverhältnisse um 14.700 auf 158,100 (oder 10,3%) seit der Inkraftsetzung der grünroten Hartzverarmungsgesetze 2005 resultiert nahezu ausschließlich aus der buchstäblichen Explosion der atypischen Beschäftigtungsverhältnisse! Geringfügige um 7.224 auf 31.673 also 29,5 %, Teilzeit unter 19 Stunden: plus 7.044 auf 28.890 oder 32,4 % -last not least Leiharbeit plus 1.023 auf 2.577 oder 65,8%. Nur die 1-€ Jobber durften um 27 auf 472 schlanker und – für die Agentur billiger werden.
Die erbärmliche Gleichgültigkeit – eine Ausnahme: Ulrike Schubert (UL/LiSST)- mit der der Freiburger Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung sich mit diesen Fakten auseinandersetze, demonstriert zum einen zynische Langeweile zum anderen den Mangel wirksamer Kämpfe in der Dienstleistungsmetropole .
(kmm)

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