Staatlich geförderte Lohndrückerei beim Mindestlohn

Mindestlohn Schönrechnen1Ob Anrechnung der Leistungszuschläge auf den Mindestlohn, sogenannte Lohnminderungsklauseln, also Abzüge aufgrund „minderer Arbeitsqualität“, oder der Einführung sogenannter Bereitschaftszeiten bei LKW-FahrerInnen, die mit marginalen 2,55 € vergütet werden, – die Tricks der ArbeitgeberInnen den Mindestlohn zu umgehen sind vielfältig.
Dazu leisten sie sich auch spezielle Schulungen halbseidener ArbeitsmarktexpertInnen, in denen ihnen diese Tricks nahegelegt werden.

Eine Last-Minute Rechtsverordnung von Finanzminister Schäuble, nach der „nur die Dauer der tatsächlichen täglichen Arbeitszeit aufgezeichnet wird“ hilft ihnen bei der Lohndrückerei zusätzlich.
Dazu haben wir in unserer Mediensektion eine Monitorsendung neu eingestellt.

Interessant zum gleichen Thema ist auch eine Sendung von mdr exakt, die gestern abend lief.Mindestlohn Schönrechnen2
Hier berichten Callcentermitarbeiter wie ihre Leistungszuschläge und Provisionen unerlaubterweise auf den Mindestlohn angerechnet werden, dieser selbst sich jedoch gut einen Euro unter 8,50€ beläuft. Was dies im Krankheitsfall für die ArbeitnehmerIn bedeutet ist klar: das Krankengeld bleibt deutlich unter dem Mindestlohn, weil in diesem Fall die Leistungszuschläge nicht angerechnet werden.

*Update: Wenn euch solche Vorfälle in Freiburg zu Ohren kommen, meldet euch unter Kontakt bei uns, oder besucht uns in der Gewerkschaftsberatung

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