MinijobberIn besteh‘ auf dein Recht (2): heute Krankengeld!

Minijob nicht MinirechteJeder Mensch in dieser Gesellschaft muss einmal krank werden dürfen, ohne in einen sozialen Abgrund zu blicken. Die im Entgelt Fortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gilt auch für MinijobberInnen. Unabhängig davon ob es dir richtig dreckig geht oder du einfach nur einen Tag blau machen willst, um einfach einen Tag das sonnige Freiburg zu geniessen fernab der Arbeitshetze. Dies gilt auch für längere Phasen einer Erkrankung, – bis zu 6 Wochen muss der/die Unternehmer/in das Gehalt weiterzahlen, ab dann erfolgt Krankengeld von der Krankenkasse.
Allerdings gilt diese Lohnfortzahlung nur wenn das Arbeitsverhältnis bereits 4 Wochen besteht und für geringfügig Beschäftigte nur an den Tagen wo du normal gearbeitet hättest. Ist das Einkommen unregelmäßig zählt der Schnitt der letzten 13 Wochen.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir ein Attest von einem Mediziner deines Vertrauens besorgst. Dein/e ChefIn kann das Attest bereits ab dem ersten Krankheitstag einfordern.
Viele Alleinerziehende versuchen mit einem Minijob die Haushaltsführung zu bewältigen. Hier gilt erfreulicherweise, dass auch ein Arbeitsausfall bei Erkrankung der Kinder eine Krankengeldzahlung zur Folge hat. Pro Kind dürfen bis zu zehn Tage im Jahr ausfallen.
Kleines Schmankerl zum Schluss. Auch wenn dein Arbeitstag auf einen gesetzlichen Feiertag fällt ist der/die ArbeitgeberIn zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

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