Archiv für den Monat: April 2015

MinijobberIn besteh‘ auf dein Recht (3): Heute Probearbeit muss bezahlt werden.

Nach deutscher Rechtslage gibt es keine unbezahlte Arbeit. Nach §612 des BGB gilt eine Vergütung „als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen Vergütung zu erwarten ist.“ Wenn der/die Arbeitende die vereinbarte Arbeitsleistung vollbracht hat, muss der/die ArbeitgeberIn zahlen. Unabhängig davon wie das Arbeitsverhältnis genannt wird. Ob Probearbeit oder Einarbeitung geleistet wurde, und egal ob es danach zu einem regulären Arbeitsverhältnis kommt, ist die Arbeit zu entlohnen. Weiterlesen…

Staatlich geförderte Lohndrückerei beim Mindestlohn

Mindestlohn Schönrechnen1Ob Anrechnung der Leistungszuschläge auf den Mindestlohn, sogenannte Lohnminderungsklauseln, also Abzüge aufgrund „minderer Arbeitsqualität“, oder der Einführung sogenannter Bereitschaftszeiten bei LKW-FahrerInnen, die mit marginalen 2,55 € vergütet werden, – die Tricks der ArbeitgeberInnen den Mindestlohn zu umgehen sind vielfältig. Weiterlesen…

MinijobberIn besteh‘ auf dein Recht (2): heute Krankengeld!

Minijob nicht MinirechteJeder Mensch in dieser Gesellschaft muss einmal krank werden dürfen, ohne in einen sozialen Abgrund zu blicken. Die im Entgelt Fortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gilt auch für MinijobberInnen. Unabhängig davon ob es dir richtig dreckig geht oder du einfach nur einen Tag blau machen willst, um einfach einen Tag das sonnige Freiburg zu geniessen fernab der Arbeitshetze. Dies gilt auch für längere Phasen einer Erkrankung, – bis zu 6 Wochen muss der/die Unternehmer/in das Gehalt weiterzahlen, ab dann erfolgt Krankengeld von der Krankenkasse. Weiterlesen…